Meine Philosophie

Wahre Freundschaft braucht vieles, aber dominanz gehört nicht dazu.              (Daniela friedl)

Mit Wildpferden am Salt River (Arizona/USA)
Mit Wildpferden am Salt River (Arizona/USA)

Wer sich ein ausgeglichenes, nervenstarkes Pferd wünscht trägt auch die Verantwortung dafür. Die wichtigsten Punkte hierfür sind meiner Meinung nach körperliche und psychische Gesundheit, passendes, pferdegerechtes Equipment sowie eine artgerechte Haltung, mit viel Bewegung, sozialen Kontakten und Raufutter (24 Stunden, genug Fressplätze) in ausreichender Menge. 

Wer den natürlichen Bedürfnissen seines Tieres nachkommt hat schon einmal einen guten Grundstein gelegt, der Rest ist Training.

 

Die Idee der linearen Herdenstruktur sowie die Vorstellung 

"dominante" Pferde unterwerfen zu müssen, um die Position des "Alphatieres"  einzunehmen wurde in den 90er Jahren, nicht zuletzt durch zahlreiche  Horsemanship Trainer, auch hierzulande sehr populär. Gewalt, Einschüchterung, Bestrafung und Missbrauch wurden (und werden) so gerechtfertigt, und die angewandten Praktiken führen oftmals zu Resignation und erlernter Hilflosigkeit beim Pferd. 

 

Zum Glück ist dies verhaltensbiologisch mittlerweile eindeutig wiederlegt. Wissenschaftliche Studien wiederlegen die Dominantheorie und zeigen dass es in Herden weder Dominanz Hierarchien noch Alpha Positionen gibt, und weisen darauf hin dass Ausbildungskonzepte die auf der Dominanztheorie basieren gegen das Pferdewohl arbeiten. Pferde sind von Natur aus auf ein soziales Miteinander angewiesen, punktuelle Streitigkeiten (beispielsweise bezüglich Futterressourcen) kommen durchaus vor, jedoch gibt es zu keiner Zeit das Bestreben ein anderes Pferd grundsätzlich zu beherrschen oder zu unterdrücken. 

 

Über die Jahre habe ich in diversen Ausbildungen und Kursen zu den Themen "Reiten", "Bodenarbeit", "Haltung und Fütterung" sowie "Hufbearbeitung" 

( Barhufpflege, Phytotherapie, Sattelkunde, Gymnastizierung, Zirzensik, Dualgassen Aktivierung, Equikinetic, Tellington, Futterseminare etc.)  von verschiedenen Trainern und deren Ansätzen das, für mich Beste, herausholen können. Es ist wichtig zu selektieren und immer wieder zu hinterfragen, anstatt blind einer Theorie zu folgen. 

 

Mein Training basiert auf der Philosophie der positiven Bestärkung. Verständnis sowie gegenseitigem Vertrauen. Motivierte, freudige Pferd, welche freiwillig den Kontakt zu Menschen suchen und sich kreativ in das Training einbringen motivieren mich jeden Tag aufs Neue.